Keine Hinweise auf systematische Missstände am Zentrum für Zahnmedizin
Eine unabhängige externe Untersuchung zu Beschwerden von Studierenden am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich ergibt keine Hinweise auf systematische Missstände, Diskriminierung, Mobbing, Machtmissbrauch oder strafrechtlich relevantes Verhalten. Sie identifiziert jedoch Verbesserungspotenzial bei der Stärkung der institutionellen Kultur sowie des Vertrauens zwischen Studierenden und Dozierenden. Entsprechende Massnahmen werden umgesetzt.
Im Frühjahr 2025 gingen an verschiedenen Stellen der Universität Zürich (UZH) Beschwerden von Studierenden des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Zürich (ZZM) ein. Die Beschwerden beinhalteten unter anderem Vorwürfe der Diskriminierung, des Mobbings, des Machtmissbrauchs und der Einschüchterung durch einzelne Lehrpersonen des ZZM sowie den Vorwurf, dass am ZZM systemische Probleme vorlägen, die von den leitenden Stellen nicht angemessen adressiert worden seien. In der Folge beschloss die Universitätsleitung im Juli 2025, die Vorwürfe mithilfe einer unabhängigen externen Untersuchung zu prüfen. Parallel dazu führte die UZH am ZZM eine anonyme Studierendenumfrage durch.
Keine Hinweise auf ein systematisches Fehlverhalten
Zusammengefasst ergaben die Untersuchungen keine Hinweise auf Verstösse gegen die Studienordnung oder das Prüfungsreglement, auf strafrechtlich relevantes Verhalten oder auf systematische Missstände im Zusammenhang mit Diskriminierung, Mobbing, Machtmissbrauch oder Einschüchterung. Ebenso fanden sich keine Anhaltspunkte dafür, dass das Verhalten von Dozierenden oder anderen Verantwortlichen den Grundsätzen und Werten der UZH in einer Weise widersprochen hätte, die zu negativen Auswirkungen auf Studierende geführt hätte. Lediglich hinsichtlich einzelner Aussagen und Verhaltensweisen einer Lehrperson stellte die Untersuchung fest, dass diese nicht durchwegs mit den Grundsätzen und Werten der UZH vereinbar waren.
Massnahmen zur Stärkung von Vertrauen und Qualität
Die Untersuchung identifizierte Handlungsbedarf bei der Stärkung der institutionellen Kultur und des Vertrauens zwischen Studierenden und Dozierenden. Gemeinsam mit dem Dekanat der Medizinischen Fakultät der UZH hat die Direktion des ZZM Verbesserungsmassnahmen beschlossen und teilweise bereits eingeleitet: Dazu gehören die Überarbeitung der Qualitätssicherung in den Studierendenkursen und Prüfungen, die Einführung einer neutralen Anlaufstelle, eines formellen Beschwerdeprozesses und eines Beschwerdekomitees sowie regelmässige Sensibilisierung der Dozierenden zum Verhaltenskodex. Darüber hinaus wurden Massnahmen zur Stärkung der Führungskultur, zur Verbesserung der Kursbetreuung, zur besseren Bekanntmachung von Beschwerdemöglichkeiten und zum professionellen Umgang mit Kommunikationskanälen beschlossen.
Die Umsetzung der beschlossenen Massnahmen wird durch die Abteilung Equality, Diversity, Inclusion begleitet und vom Dekanat der Medizinischen Fakultät laufend überprüft.