ZZM-Forschungsteam erreicht mit AstroDent das Finale der ESA Space for Inspiration Challenge
Das AstroDent-Projekt des Instituts für Oralbiologie (IOB) wurde als Finalist der ESA OSIP / BSGN Academic Challenge ausgewählt. Das Projekt unter der Leitung von PD Dr. Isaac Bugueno verbindet Zahnmedizin, regenerative Forschung und Weltraumforschung und untersucht neue experimentelle Ansätze für dentale und orale Gewebemodelle unter Weltraumbedingungen. Die Finalrunde fand im September 2026 in Kopenhagen statt. Der ZZM-Masterstudent Tim Herold erhielt zudem eine Förderung durch das ESA Academy Programme für seine Teilnahme an der Veranstaltung.
Das AstroDent-Projekt des Instituts für Oralbiologie (IOB) am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich wurde als Finalist der ESA Space for Inspiration 2026 Academic Challenge ausgewählt. Die von der European Space Agency (ESA) und dem Business in Space Growth Network (BSGN) organisierte Veranstaltung fand im September 2026 in Kopenhagen statt und brachte Forschende, Unternehmen, Investoren und weitere Akteure des internationalen Weltraum-Ökosystems zusammen.
Die AstroDent-Initiative wird von PD Dr. Isaac Bugueno geleitet. Dr. Varvara Platania, Postdoktorandin am Institut für Oralbiologie, ist als wichtiges Mitglied des wissenschaftlichen Teams wesentlich an der Entwicklung des Projekts beteiligt. Zu den zentralen wissenschaftlichen Partnern der Initiative gehören zudem Prof. Dr. Mutlu Özcan vom Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich mit ihrer international ausgewiesenen Expertise im Bereich dentaler Biomaterialien sowie Prof. Petra Dittrich von der ETH Zürich mit ihrer Expertise in Mikrofluidik und Organ-on-Chip-Systemen.
Beim Space for Inspiration 2026 Event in Kopenhagen wurde die Universität Zürich und das ZZM durch PD Dr. Isaac Bugueno und den ZZM-Masterstudenten Tim Herold vertreten. Tim Herold erhielt für seine Teilnahme an der Veranstaltung eine Förderung durch das ESA Academy Programme, wodurch auch die Einbindung von Studierenden des ZZM in dieses neue interdisziplinäre Forschungsfeld unterstützt wurde.
AstroDent verbindet Zahnmedizin und regenerative Medizin mit Weltraumforschung. Die besonderen Bedingungen im Weltraum, insbesondere die Mikrogravitation, bieten eine einzigartige Forschungsumgebung, um zelluläre und regenerative Prozesse in dentalen und anderen mineralisierten Geweben der Mundhöhle mithilfe innovativer 3D-Gewebemodelle und Organ-on-Chip-Technologien zu untersuchen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von Weltraumbedingungen auf orale und dentale Gewebe beitragen, sondern auch neue Einblicke in grundlegende Regenerationsmechanismen ermöglichen. Langfristig könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, innovative regenerative Ansätze für die Zahnmedizin auf der Erde zu beschleunigen und weiterzuentwickeln.
Das Projekt wird am Institut für Oralbiologie weiterentwickelt und profitiert von der interdisziplinären Zusammenarbeit mit ETH Zurich | Space und dem Team von Dr. Florian Kehl, Director Space Research Initiatives, sowie von der Expertise der beteiligten Partner an der UZH und ETH Zürich. Diese Zusammenarbeit verbindet Kompetenzen in oraler Biologie, regenerativer Zahnmedizin, dentalen Biomaterialien, Mikrofluidik, Organ-on-Chip-Technologien und fortschrittlichen In-vitro-Modellen mit Expertise aus der Weltraumforschung und der Entwicklung experimenteller Plattformen für Weltraumanwendungen.
Die Teilnahme am Finale in Kopenhagen ermöglichte dem Team zudem den Austausch mit ESA-Experten, Forschenden, Unternehmen und potenziellen internationalen Partnern. Die dabei entstandenen Kontakte eröffnen neue Möglichkeiten für wissenschaftliche Kooperationen, zukünftige Förderprogramme und die weitere technologische Entwicklung von AstroDent mit dem langfristigen Ziel, dentale Experimente unter realen Weltraumbedingungen durchzuführen.
AstroDent stellt damit einen wichtigen Schritt dar, um die Zahnmedizin am ZZM mit dem wachsenden Forschungsfeld der Space Life Sciences zu verbinden und Weltraumforschung als neue Plattform für Innovationen in der regenerativen Zahnmedizin zu erschliessen.