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Doktorand der JSS AHER in Mysuru, Indien, erhält Bundes-Exzellenz-Stipendium für Forschungsaufenthalt am Institut für Orale Biologie des ZZM

Autor: Prof. Dr. Theodore Eliades – Institut für Orale Biologie

Madhan Karinanjanpura Nagendra, Doktorand an der JSS Academy of Higher Education & Research (JSS AHER) in Mysuru, Indien, hat für das akademische Jahr 2026–2027 ein renommiertes Bundes-Exzellenz-Stipendium (Swiss Government Excellence Scholarship) für einen Forschungsaufenthalt in der Schweiz erhalten. Sein Forschungsprojekt mit dem Titel «Harnessing Millet-Derived Lactic Acid Bacteria to Counteract Dental Fluorosis in Children Exposed to Fluoridated Groundwater» wird am Institut für Orale Biologie der Universität Zürich unter der Leitung von PD Dr. Isaac Bugueno, PhD, Forschungsgruppenleiter am Institut für Orale Biologie, durchgeführt.

Das Stipendium wird von der Eidgenössischen Stipendienkommission für ausländische Studierende (ESKAS) im Rahmen des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) vergeben.
Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Untersuchung und möglichen Prävention der Dentalfluorose, einer Entwicklungsstörung des Zahnschmelzes, die durch eine übermässige Fluoridaufnahme während der Zahnentwicklung verursacht wird. Ziel der Studie ist es, ein dreidimensionales (3D) Ameloblastenmodell der Dentalfluorose zu etablieren und zu validieren. Darüber hinaus sollen die Auswirkungen von Stoffwechselprodukten untersucht werden, die von Milchsäurebakterien (Lactic Acid Bacteria, LAB) aus Hirsearten gebildet werden.

Das Forschungsprojekt vereint die wissenschaftliche Expertise und die Ressourcen der JSS AHER und der Universität Zürich. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stehen charakterisierte Milchsäurebakterienstämme aus Hirse, moderne bildgebende Verfahren zur Untersuchung des Zahnschmelzes, sowie organoidbasierte Forschungsansätze zur Verfügung. Diese ermöglichen es, die zugrunde liegenden Mechanismen fluoridbedingter Zahnschmelzdefekte genauer zu untersuchen.
Auf der Suche nach geeigneten Ameloblastenmodellen für seine Forschung zur Dentalfluorose, stiess Madhan auf wissenschaftliche Publikationen von Dr. Bugueno. Daraufhin nahm er Kontakt mit ihm auf. Es folgten mehrere virtuelle Gespräche, an denen auch sein Doktorvater, Dr. Kiran Kumar M. N., Associate Professor am Department of Biotechnology & Bioinformatics der JSS AHER in Mysuru, Indien, teilnahm.

Im Verlauf dieser Gespräche schlug Dr. Bugueno vor, dass sich Madhan für ein Bundes-Exzellenz-Stipendium bewerben könnte, um sein Forschungsprojekt an der Universität Zürich durchzuführen. Nach mehreren, gemeinsamen Besprechungen wurden der Forschungsantrag und die erforderlichen Unterlagen eingereicht.

Nach einem kompetitiven Auswahlverfahren durch die ESKAS wurde Madhan für das Stipendium ausgewählt. Was ursprünglich mit der Suche nach einem geeigneten Forschungsmodell begann, hat sich somit zu einer internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit entwickelt. Diese verbindet die komplementären Kompetenzen zweier Forschungseinrichtungen aus Indien und der Schweiz, um gemeinsam eine wichtige Fragestellung der oralen Gesundheit zu untersuchen.

Wir freuen uns sehr, Madhan am Zentrum für Zahnmedizin begrüssen zu dürfen, und blicken mit grossem Interesse auf die wissenschaftlichen Ergebnisse seines Forschungsaufenthalts. Über die Ziele seines individuellen Forschungsprojekts hinaus, soll diese Zusammenarbeit die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der JSS AHER und der Universität Zürich weiter stärken. Sie eröffnet neue Perspektiven für gemeinsame Forschungsprojekte, internationale Förderanträge und den akademischen Austausch. Gleichzeitig bietet sie Studierenden, sowie Nachwuchsforschenden beider Institutionen wertvolle Möglichkeiten, sich an innovativen Forschungsarbeiten in der oralen Biologie und der regenerativen Zahnmedizin zu beteiligen.

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