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Von Chile nach Zürich – und zu einer der renommiertesten Auszeichnungen der Implantologie – Franz Strauss erhält den André Schroeder Prize 2026

Mit dem André Schroeder Prize des ITI wurde kürzlich eine Forschungsarbeit der Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin (RZM) der Universität Zürich ausgezeichnet. Die prämierte Studie, an der Dr. scient. med. Franz Strauss, MSc massgeblich beteiligt war, untersucht minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit begrenztem Knochenangebot und verbindet klinische Ergebnisse mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen. Die Auszeichnung zählt zu den renommiertesten Ehrungen in der Implantologie und unterstreicht die internationale Sichtbarkeit und wissenschaftliche Qualität der Forschung an der RZM.

Autor: Franz Strauss, Oberassistent, Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin

Der aus Chile stammende Franz Strauss hat seine wissenschaftliche Laufbahn in der Implantologie und oralen Regeneration über mehrere Kontinente hinweg aufgebaut. Stationen in Österreich, der Schweiz, Grossbritannien und Australien prägten seinen Weg, bevor er 2019 an die Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin (RZM) der Universität Zürich wechselte. Dort arbeitete er unter der Betreuung von Prof. Daniel Thoma und Prof. Ronald E. Jung. Besonders bemerkenswert: Die nun ausgezeichnete Studie war die erste klinische Forschungsarbeit, an der er nach seinem Eintritt an der RZM beteiligt war.

«Dieser Preis bedeutet mir sehr viel», sagt Franz. «Vor allem zeigt er, was durch engagierte Zusammenarbeit und ein starkes Team erreicht werden kann. Die Auszeichnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Leistung.»

Entsprechend gross ist seine Dankbarkeit gegenüber den vielen Menschen, die zum Erfolg beigetragen haben – von den Dentalassistent:innen und Dentalhygieniker:innen über die Sekretariate und Zahntechniker:innen bis hin zu den postgraduate Residents und seinen langjährigen Mentoren Daniel Thoma und Rony Jung. «Ein wesentlicher Teil meiner wissenschaftlichen Entwicklung wäre ohne die Unterstützung der RZM und meiner Mentoren nicht möglich gewesen», betont Franz.

Auch persönlich hat die Auszeichnung für ihn eine besondere Bedeutung. Vor über zehn Jahren verliess er Chile, um eine internationale akademische Laufbahn einzuschlagen – ein Schritt, der insbesondere mit Familie nicht immer einfach war. Die Erfahrungen in verschiedenen Ländern und akademischen Kulturen hätten ihn sowohl fachlich als auch persönlich geprägt. «Solche Momente zeigen mir, dass sich der Einsatz und die vielen Herausforderungen gelohnt haben.»

Der vom ITI verliehene André Schroeder Prize zählt weltweit zu den angesehensten Auszeichnungen in der Implantologie und klinischen Forschung. Gleichzeitig unterstreicht die Ehrung die internationale Sichtbarkeit und hohe wissenschaftliche Qualität der Forschung an der RZM und der Universität Zürich.

Die ausgezeichnete Studie widmete sich einer Fragestellung, die im klinischen Alltag häufig vorkommt: Wie können zwei fehlende Seitenzähne bei begrenztem Knochenangebot möglichst schonend und effizient versorgt werden? Verglichen wurden zwei Behandlungsansätze – zwei kurze Implantate gegenüber einem kurzen Implantat mit einer extensionsgetragenen Versorgung (Cantilever).

Ein besonderer Fokus lag dabei nicht nur auf den klinischen Ergebnissen, sondern auch auf der Kosteneffektivität der beiden Konzepte. «Für die tägliche Entscheidungsfindung sind solche Daten von grosser Bedeutung – sowohl für Behandelnde als auch für Patientinnen und Patienten», erklärt Franz.

Die Ergebnisse zeigten, dass beide Behandlungsansätze vergleichbare klinische und radiologische Resultate erzielten. Während die Cantilever-Versorgung mit etwas höheren frühen Komplikations- und Ausfallraten verbunden war, erwies sie sich insgesamt als kosteneffektiver.

Für Franz liegt darin der besondere Wert der Studie: «Evidenzbasierte Entscheidungen sollten nicht nur klinische Resultate berücksichtigen, sondern auch wirtschaftliche Aspekte und die langfristige Praktikabilität einer Behandlung.»

Abschliessend hebt er die Bedeutung internationaler Forschungsnetzwerke hervor: «Organisationen wie das ITI fördern nicht nur Forschung, sondern schaffen auch Verbindungen zwischen Forschenden und Klinikerinnen und Klinikern weltweit. Genau solche Kooperationen sind entscheidend, um hochwertige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und in die Praxis zu übertragen.»

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